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Der Viadukt Wanderweg – Rund um Altenbeken

von Sebastian

Inhalt

Die Füße fangen an zu schmerzen, hinter der nächsten Biegung folgt ein weiteres Stück langer schmaler Pfad und eine Bank lädt dich ein, einen Moment deine Füße zu entlasten und deine Brotzeit zu genießen…

Allgemeines

Der 30 Kilometer lange Viadukt Wanderweg rund um Altenbeken im Paderborner Land führt dich mit seinen ca. 600 Höhenmeter schön eingebettet durch Felder, Wiesen und Wälder. Das Thema des Weges ist immer präsent, denn der Weg liegt immer wieder nah an Eisenbahngleisen, mal überquerst du sie über eine Brücke, mal unterquerst du sie durch einen Tunnel und mal hast du einen schönen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt: Dem Viadukt!

Gefunden habe ich den Wanderweg in dem Kompass Wanderführer „Naturpark Teutoburger Wald mit Wiehen- und Eggegebirge“. Er beinhaltet noch weitere 54 spannende Touren, quer durch den Teutoburger Wald. Zu jeder Tour findest du eine Übersichtskarte mit den markantesten Wegpunkte und eine Wegbeschreibung.

Altenbeken und die Eisenbahn

Altenbeken ist eng mit der Eisenbahn verbunden und das ist nicht erst seit kurzem so. Viele Generationen der Altenbekener waren bei der Bahn beschäftigt. Die Verbundenheit feiert Altenbeken alle zwei Jahre mit dem Fest „Viva Viadukt“. Hier kommen allerlei historische Dampf- und Diesellokomotiven nach Altenbeken und können hautnah bestaunt werden. Bereits 1853 wurde das Viadukt fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Der Viadukt Wanderweg

Der Viadukt Wanderweg wurde 2008 als Wanderweg ausgezeichnet und gehört damit zu den „Qualitätswegen Wanderbares Deutschland“. Auf dieser mittelschweren Tour entdeckst du immer wieder die Eisenbahngeschichte Altenbekens aus unterschiedlichen Perspektiven. Zu Beginn der Route am großen Viadukt folgst du der Route und kommst am Rehbergtunnel, dem kleinen Viadukt oder den Ringlokschuppen mit Drehscheibe vorbei.

Parkmöglichkeiten

Innerhalb des Ortes sind kostenlose Parkmöglichkeiten vorhanden. Wenn du Glück hast, findest du einen Stellplatz direkt am Eggemuseum. Allerdings sind hier nur ein paar vorhanden. Weiter Richtung Kirche ist ein größerer kostenloser Parkplatz vorhanden.

Die Route

Vom Ortskern aus schlängelt sich der Weg zwischen den Häusern einer Siedlung entlang, Richtung der Viadukt Aussichtsplattform. Nach 10 – 15 Minuten Gehzeit ist sie auch schon erreicht.

Auch wenn du erst kurz unterwegs bist lohnt es sich, einige Zeit hier zu verweilen. Zwar ist die Aussicht auf das Viadukt schön, doch noch schöner ist es, wenn ein Zug sich langsam den Weg über die Eisenbahnbrücke bahnt. Mal ist es eine Regionalbahn oder ein Güterzug. Aber auch regelmäßig fährt ein ICE über die Brücke. Gleichwohl das Gerücht herrscht, dass die Bahn ständig zu spät kommt, ist reger Verkehr auf dieser Strecke und mit einer kurzen Pause ist die Chance groß, den einen oder anderen Zug zu erwischen.

Nach einer kurzen Rast, folgst du dem Weg weiter den Hügel hinauf und kommst zu einer Weggabelung. Hier kannst du entscheiden in welche Richtung du den Viadukt Wanderweg bewältigen möchtest. Da es ein Rundweg ist, wirst du kein Zentimeter des Weges verpassen.

Rechts herum führt der Weg zwischen zwei Wiesen entlang, leicht ansteigend den Sommerberg hinauf. Von hier hast du nochmals einen wunderschönen Blick auf das große Viadukt. Du folgst weiter der Ausschilderung und kommst langsam in einen Rhythmus, der sich anfühlt als ob man immer so weiter machen könnte. Immer wieder wird der Weg schmaler und führt zwischen Feldern und Wiesen entlang. Auch die Eisenbahnwelt holt dich immer wieder aus den Gedanken, wenn mal langsamer ein Güterzug und mal schneller ein Personenzug auf der immer nahen Strecke, an dir vorbei zieht und der Rehbergtunnel passiert wird.

Fernblick auf das Viadukt

Bollerbornquelle

Nach einiger Zeit führt dich der Viadukt Wanderweg an die Bollerbornquelle vorbei. Hier ist es perfekt für eine Rast, bei der du einen Lebensgroßen Wassermann zusehen kannst, wie das Wasser der Bollerbornquelle aus seiner Amphore läuft. Weiter geht es durch den Wald zu einer Freizeitanlage an der ein Abstecher zur Max-und-Moritz-Quelle lohnt. Falls du dir ein paar Meter sparen möchtest, kannst hier die Freizeitanlage überquert werden. Auf der anderen Seite führt die Ausschilderung in den Wald Richtung Wasserwerk.

Bahnhof Buke

Zwischenzeitlich kann es passieren, dass du das Thema „Eisenbahn“ vergisst, aber der Weg führt nun an dem alten Bahnhof Buke vorbei. Direkt an den Schienen steht noch das alte Bahngebäude, was heutzutage bewohnt ist. Im Zentrum von Buke angekommen findest du die älteste Waschstelle Bukes. Hier ist auch eine Mariengrotte zu bewundern. Weiter führt der Weg Dorf auswärts Richtung Köhlings Kreuz. Zuerst über die Straße führt er dann rechts abbiegend in einen Pfad und schließlich an einem Jagdsportverein vorbei. Nicht erschrecken. Am Wochenende kann hier viel Schusslärm vorkommen und der Weg führt direkt an der Vereinsgrenze vorbei.

Bahngleise

Im Dunetal / das kleine Viadukt

Im Dunetal angekommen hörst du immer noch den Lärm der Schießsportanlage. Das Gasthaus „Zum Dunetal“ lädt zur letzten Möglichkeit ein eine Rast mit Verpflegung einzulegen.

Dem Dunetal folgend, vorbei an saftig grünen Wiesen wanderst du bis sich das Tal öffnet und dein Blick von dem kleinen Viadukt eingefangen wird. Einiges vor dem Viadukt geht es rechts entlang, wieder etwas bergauf. Die Tour neigt sich langsam den Ende, aber es sind noch etwa 7 Kilometer vor dir. Die L755 wird gequert und wenn du aus dieser Richtung angereist bist, wird dir bewusst: Es ist nicht mehr ganz Weit. Leider täuscht dieser Eindruck, dafür kann der Wanderlust sich nochmal hingegeben werden und so führt der Weg erst parallel zur Landstraße und dann nochmal sehr idyllisch wieder zwischen Wiesen und Feldern entlang. Vorbei an der Madonna im Walde folgen sogleich die drei Linden, an denen nochmals Bänke zum Verweilen einladen. Der Straße folgend kommt auch schon der Parkplatz Kalkofen an dem du, einige zuvor rechtsherum dem Weg auf der Wiese gefolgt bist. Bergab führt der Weg nochmals vorbei an der Aussichtsplattform vom großen Viadukt zurück in den Ortskern von Altenbeken.

Blick auf das kleine Viadukt

Weitere Bilder

Was für eine Tour! 

Nach 30 Kilometern und etwas mehr als 600 Höhenmetern schmerzen deine Füße sehr und du freust dich die Wanderschuhe auszuziehen. 

Glücklich, zufrieden und mit einigen Wanderkilometern mehr, machst du dich auf dem Heimweg oder kehrst in eines der Hotels im Ort ein.

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